Friday, September 20, 2019

Was bedeutet der Begriff dPoS?

Im Namen zwar sehr ähnlich zum Proof-of-Stake (PoS), bringt der Delegated Proof-of-Stake (DPoS) in seiner Funktionsweise jedoch einige grundlegende Unterschiede mit sich.

Beim Proof of Stake Modell kann jeder, der Token in seinem Wallet hält, prinzipiell als Validierer für einen neuen Block in Frage kommen. Bei DPoS hingegen erhält man für den Besitz des Tokens ein Stimmrecht. Jeder darf dabei seine Stimme für einen Zeugen abgeben. Dabei sind die abgegebenen Stimmen nicht gleichwertig. Wer mehr Token besitzt, dessen Stimme zählt mehr. Zeugen sind Nutzer innerhalb des Netzwerkes, die für die Sicherheit verantwortlich sind. Sie validieren die neuen Blöcke.

Von den gewählten Zeugen werden nur 100 Personen ausgewählt, die für ihre Arbeit bezahlt werden. Davon erhalten nur 20 Personen ein regelmäßiges Einkommen. Das soll die Zeugen motivieren, ihre Arbeit gewissenhaft zu erledigen. Denn das Wahlsystem läuft kontinuierlich weiter. Wer seine Arbeit vernachlässigt oder gar betrügerisch agieren sollte, kann also auch jeder Zeit wieder abgewählt werden. Je größer die Community wird, desto schwieriger wird es, sich als Zeuge zu qualifizieren, da es immer mehr Konkurrenz gibt.

DPoS bleibt in dem Sinne “dezentralisiert“, als dass alle Teilnehmer des Netzwerks dazu berechtigt sind, die Gruppe auszuwählen, die die Transaktionen bestätigen darf. Der positive Aspekt der zentralisierten Seite beim DPoS ist eine höhere Geschwindigkeit bei der Verifizierung und somit auch bei den Transaktionen. Der ständige Voting Prozess, welcher zur schnellen Auswechslung eines Delegierten führen kann, sorgt für ein hohes Maß an Pflichtbewusstsein seitens der gewählten Prüfer und hält diese Verantwortung bewusst und ehrlich.

Die Vorteile und Nachteile von DPoS-Systemen:

Das Konzept des Delegated Proof of Stake ist umstritten. Plattformen, die mit dem DPoS-Konsens arbeiten, heben folgende Vorteile hervor:

– Schneller als Proof of Stake und Proof of Work
– Verbraucht wenige Energie und ist umweltschonender als Proof of Work
– Durch das Wahlsystem werden Anreize geschaffen, zur Sicherheit und Integrität der Blockchain beizutragen
– Nutzer brauchen keine spezielle Ausrüstung, wie beim Proof of Work Mining

Die Anhänger anderer Konsens-Modelle, insbesondere des Proof of Stake, hingegen sehen auch einige Schwachpunkte im DPoS:

– Da die Anzahl an Zeugen und Delegierten begrenzt ist, wird auch die Dezentralisierung eingeschränkt
– Das Wahlsystem kann eine Sicherheitslücke sein. Denn Nutzer könnten sich zu Gruppierungen zusammenschließen und Kartelle bilden. Prinzipiell wäre es auch möglich, Wähler zu bestechen und deren Stimmen zu kaufen. Damit wäre das System kompromittiert
– Für Geldtransfer und hohe Geldsummen sei das System aus den oben genannten Gründen zu unsicher

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